Day Tour of Wicklow -3-

Nachdem wir bereits in Glencree und am Sally Gap waren, geht’s jetzt in Richtung „Glendalough“.

Auf der Reise dorthin lernten wir wieder neue Mitreisende kennen… Etwa das frische Pärchen vor uns… „We’re now passing an old field where many soldiers lost in the 1st world war their life“ – Küsschen. Zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit…

Es ist mittlerweile Mittag und wir sitzen schon ziemlich erschöpft von den gewaltigen Bildern noch immer im Reisebus mit dem lustigen Schaaf. Das nächste Ziel liegt vor uns, ein alter keltischer Friedhof mit alten Kirchen und mehreren Seen. So wird uns zumindestens gesagt. Der Glendalough-Friedhof wird auch heute noch benutzt, allerdings in einem neuen abgetrennten Teil.

Es scheint wie ein erneutes Wunder oder göttliche Fügung, aber unser Busfahrer findet doch noch einen Parkplatz, so oder ähnlich hatte sich jedenfalls unsere Reiseleiterin angehört als wir einen der zahlreichen Parkplätze für Besucher ansteuerten.
Dort standen schon andere Busse mit zahlreichen anderen Touristen. Wie aus dem Bilderbuch in knallbunten Farben, lustigen Strohhüten und Kamera vor der Wampe.

Es ist eine schöne Gegend, das ist unbestritten. Sobald alle aus dem Bus waren (und das dauert unter Umständen länger als umgedreht), gab es kurze Anweisungen: 20 Minuten Führung, dann etwa eine Stunde auf eigene Faust. Es gäbe einen zweiten, schönen See. Dorthin schaffe es ein guter Läufer in 25 Minuten.

Auf dem Weg zum ersten Stopp täuschte nichts darüber hinweg, jeden Quadratzentimeter zu vermarkten. Als wir nur in die Nähe des „Einganges“ kamen roch ich einen sehr wohl bekannten Geruch: Friteusenfett. In der nahen Ferne stanken Paddy’s Fresh Fish als auch O’Neill’s Crepe Stand um die Wette (Namen symbolisch für die Stände). Wir beachten aber nur das dunkelblaue Regenschirmende unserer Reiseleiterin, den sie aufgespannt hatte damit wir uns nicht trennen.

Glücklicherweise war an einem der Souvenierstände eine A1 grosse Karte des Friedhofs aufgehängt und so konnte sie unsere Strecke näher erklären. Sogar die Dudelsackspielerin am Eingang unterbrach ihr Spiel für die Informationen unserer Reiseleiterin. Man kennt sich.

Erstes Ziel war also inmitten der alten Gräber. Unsere Schirmhalterin überholte dabei noch einen Kollegen von einem anderen Reisebus und tauschte geheime Informationen aus, die kaum ein Tourist verstanden hat. Das abschließende Lachen der Beiden war das Zeichen: Es geht weiter.
Wir gingen also zu den alten Gräbern. Dort erfuhren wir viel Informatives, zu viel, um sich jetzt noch daran zu erinnern. Wir gingen weiter zu einer alten Kirche, die als privater Betraum für einen einzelnen Iren erbaut worden sein soll. Beeindruckend!
Wir liefen weiter in Richtung See(n). An einer Weggabelung saß auf einem Stein ein junger Piccolospieler, dessen Spiel man aus einiger Entfernung hörte. Die Wege abseits vom Wald waren durch eine Art Moorgegend auf einem Art Holzfloß das durch die Gegend führte, aber von (kleinem) See nichts zu sehen. Nachdem wir etwa die Hälfte des Weges genommen hatten, kehrten wir um, da wir nicht zu Spät zum Bus kommen wollten.Nun war der Teil der geführten Tour vorbei und wir sollte uns in einer Stunde wieder am Bus (der violette!) treffen.
Wir beschlossen, uns die Kirche von näherem anzusehen. Reingehen darf man aber nicht, hatte man uns gesagt. Ich versuchte, ein frontales Bild von der Kirche zu machen.
Hab ich schon die farbenfrohen Kleidern von Touristen erzählt? Ja, die waren alle wieder da. Nicht auf einmal, nein, einzeln traten sie vor der Kamera. Nicht das sie sich mitten im Bild noch die Hand reichen würden. Als ob sie eine Art Staffellauf machen um die Kirche oder so. Egal, nach ein paar Minuten war tatsächlich mal für nen Moment keiner vor der Kirche.

Wir liefen zurück, am Piccolospieler vorbei und wieder Richtung Kirche. Da hörten wir Gesang und Gelächter aus der Kirche (die man nicht betreten kann/darf). Vorneweg unsere Reiseleiterin. Sonderbar…

Auf dem Weg zurück zum Bus begegneten uns noch ein paar Touristen von unserem Bus, die gerade mit gestärkten Magen aus einer Gaststätte kamen.
Endlich zurück im Bus waren wir vollständig – fast. „Has anyone seen the group of girls..?“ fragte die Reiseleiterin.

Sie scheint die wirklich zu vermissen… Aber sie tauchten doch noch auf, kichernd und giggelnd, nur halt 15 Minuten später…

Das nächste Ziel ist die Wirkungsstätte von einer TV Serie namens Ballykissangel. Hab ich (und auch die meisten der Mitreisenden) noch nie gehört, dort werden wir in einem bekannte Pub erwartet…