Gravy

Eine gute Soße gibt einem guten Essen den Extra-Kick. Super zu einem deftigen Fleischgericht macht sich diese hier (ist zwar ein wenig zeitaufwändig, lohnt sich aber):

  • 1 Glas Fond (Rind, Lamm, Geflügel – je nach Fleischgericht)
  • 1 kleine Flasche Irish Stout
  • 1 EL ungesalzene Butter
  • 1 EL Öl
  • 2 Zwiebeln, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Mehl
  • 1 EL Malt Vinegar oder Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer

Den Fond in einem kleinen Topf um etwa die Hälfte einkochen lassen.

Währenddessen die Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln zugeben und bei niedriger Hitze glasig und weich dünsten.

Dann den Zucker über die Zwiebeln streuen, die Temperatur erhöhen und die Zwiebeln karamellisieren lassen. Das Mehl darüberstreuen, einrühren und eine Minute mitbraten. Anschließend mit Bier und dem eingekochten Fond ablöschen.

Aufkochen lassen, den Essig zugeben, mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen, dann die Hitze reduzieren und etwa 25 Minuten weiter köcheln lassen.

Wer mag, kann die Soße vor dem Servieren noch pürieren.

 

 

 

Irish Mashed Potatoes

Irish Mashed Potatoes„Mash“ begegnet uns in der irischen Küche in vielen Variationen. Deftig und lecker ist z.B. dieses hier (ergibt 4 Portionen):

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln, geschält
  • 40g Butter, ungesalzen
  • 125ml Sahne
  • Milch
  • Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver

Die Kartoffeln kochen. In der Zwischenzeit die Butter schmelzen und mit der Sahne mischen.

Die Kartoffeln stampfen, die Butter darüber gießen, Milch zugeben (bis zur gewünschten Cremigkeit) und verrühren. Abschmecken, fertig 🙂

Traditional Irish Salad

Denke ich an die irische Küche, fällt mir nicht unbedingt sofort „Salat“ ein – dennoch gibt es in vielen Pubs einen Beilagensalat, der im Wesentlichen aus diesen Zutaten besteht (die Menge reicht für 2 Portionen):

  • Kopf- oder Eisbergsalat
  • 2 hartgekochte Eier, geviertelt
  • 2 Tomaten, geviertelt
  • Rote Bete in Scheiben (aus dem Glas, etwa 200 g Abtropfgewicht)
  • Gartenkresse
  • 1/2 Salatgurke, in Scheiben geschnitten

Für das Dressing:

  • 2 hartgekochte Eier
  • 1/2 TL Senf
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Apfelessig
  • 4 EL Sahne

Das Eigelb mit einer Gabel fein zerdrücken. Zucker, Salz und Senf zugeben, anschließend Essig und Sahne unterschlagen und das Dressing kurz durchziehen lassen.

Den grünen Salat auf einem Teller anrichten, die übrigen Zutaten darauf verteilen und das Dressing mit einem Löffel darauf verteilen.

Übrigens macht sich der Salat auch gut auf einem Salatbuffet, dazu einfach an Stelle eines Tellers eine Kuchenplatte benutzen, die Mengen entsprechend anpassen und das Dressing separat servieren.

 

Wild Garlic-Kartoffel-Käse-Auflauf

Der Frühling ist da, und mit ihm die ersten frischen Kräuter. „Wild Garlic“ (Bärlauch) ist auf der grünen Insel weit verbreitet und spielt in diesem leckeren Auflauf die Hauptrolle.

Zutaten (für 4 Portionen):

  • 1500g Kartoffeln, mehlig kochend
  • 500 ml Sahne
  • 150g Cheddar, gerieben
  • 50g Parmesan, gerieben
  • 15 Blätter (nach Geschmack auch mehr) Bärlauch
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 TL Salz

Die Kartoffeln schälen und in ziemlich dünne Scheiben hobeln oder schneiden. In einer großen Schüssel mit dem Parmesan, der Sahne, dem Bärlauch und der Hälfte vom Cheddar mischen. Mit Salz und Pfeffer (10 Runden aus der Mühle sollten ausreichen) würzen.

Die Masse in eine gebutterte Auflaufform geben und für 40 Minuten bei 175°C im Ofen backen. Anschließend die Form aus dem Ofen nehmen, mit einem Pfannenwender die Masse leicht herunterdrücken, so dass die Kartoffeln noch einmal mit der Sahne durchtränkt werden. Anschließend mit dem übrigen Cheddar bestreuen und für weitere 30 Minuten im Ofen überbacken.

Sehr lecker dazu schmeckt z.B. ein „Traditional Irish Salad“.

Cadbury Creme Egg Brownies

Cadbury Creme Eggs gehören in Irland zu Ostern wie ein gepflegtes Pint zum St. Patrick’s Day. Nun sind die Feiertage vorbei und die Überbleibsel aus dem Osternest müssen verarbeitet werden – zum Beispiel mit diesem leckeren Backwerk:

Die Zutaten:

  • 185 g Butter
  • 185 g Zartbitterschokolade
  • 85 g Mehl
  • 40g Backkakao
  • 6 grosse Cadbury Creme Eggs
  • 3 Eier
  • 275 g Zucker

Die Butter gemeinsam mit der Schokolade im Wasserbad schmelzen, anschließend abkühlen lassen. Eier und Zucker in eine große Rührschüssel geben und mit einem Mixer auf höchster Stufe verrühren, bis eine cremige Masse entsteht (dauert zwischen 3 und 8 Minuten und ist fertig, wenn die Masse hellgelb ist und das Volumen sich ungefähr verdoppelt hat).

Die Schokomasse zur Eiermasse geben und vorsichtig mit einem Teigschaber  unterheben. Dann Kakao und Mehl über die Masse sieben und ebenfalls mit dem Teigschaber unterziehen.

Den Teig in eine gebutterte Backform (Format 20 x 20 cm, eine Auflaufform tut es aber auch) füllen und 25 Minuten in den auf 160°C  vorgeheizten Umluftofen stellen.

Nach 25 Minuten werden die halbierten Creme Eggs auf der Teigplatte verteilt und die Form wandert für weitere 25 Minuten in den Ofen. (Tipp: die Creme Eggs eine Stunde in den Froster legen, so behalten Sie ihre „Ei“-Form – ansonsten schmelzen sie einfach). Abkühlen lassen, in 12 Stücke schneiden und genießen 🙂

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Hot Cross Buns

Die symbolträchtigen „Hot Cross Buns“ markieren das Ende der Fastenzeit und werden traditionell am Karfreitag gegessen. Das Kreuz steht für die Kreuzigung Jesu, die enthaltenen Gewürze symbolisieren die Kräuter und Öle, die zur Einbalsamierung des Leichnams verwendet wurden. Gruselig? Nein, sehr lecker 😉

Die Zutaten (für 10 Stück):

  • 450g Brotmehl (Type 812, alternativ 300g Weizenmehl + 150g Weizenvollkornmehl)
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL „Mixed Spice“ (alternativ Spekulatiusgewürz)
  • 75g kalte Butter
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Ei, verquirlt
  • 275ml warme Milch
  • Abrieb einer Orange
  • 200g getrocknete Früchte (alternativ Rosinen)

Für das Kreuz:

  • 50g Weizenmehl
  • 5 EL Wasser
  • kleiner Gefrierbeutel

Und für den Glanz:

  • 2 EL Puderzucker
  • 2 EL Milch

Mehl, Salz und Gewürz in eine Schüssel geben und mischen. Die Butter mit der Mehlmischung verkneten, bis die Konsistenz ähnlich Paniermehl ist. Hefe, Zucker, Ei und Milch dazugeben und mit einem Löffel verrühren, bis ein weicher Teig entsteht.

Den Teig mit dem Mixer 5 Minuten auf mittlerer Stufe weiterkneten, bis der Teig geschmeidig ist (mit solider Handarbeit dauert es etwa doppelt so lange). Orangenschale und Rosinen in etwa einer Minute einarbeiten.

Jetzt den Teig ausrollen (dazu die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, auch eine Backunterlage tut hier sehr gute Dienste) und in 10 gleich große Stücke teilen. Die Stücke nochmals kurz durchkneten, dann eine Kugel daraus rollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Das Blech mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen der Teiglinge knapp verdoppelt hat (je nach Raumtemperatur dauert das etwa 1 Stunde). Mit einem spitzen Messer ein Kreuz in die Teiglinge ritzen.

Nun aus Mehl und Wasser einen einfachen Teig herstellen und in den Gefrierbeutel geben. Eine kleine Ecke abschneiden – fertig ist der Spritzbeutel. Jetzt ein dickes Kreuz auf die Teiglinge spritzen.

Ab in den vorgeheizten Ofen damit – bei 200° Celsius (Heißluft 180° C) für 25-30 Minuten, bis die Buns goldbraun sind.

In der Zwischenzeit aus Puderzucker und Milch die Glasur anrühren und mit einem Pinsel auf die heißen Buns streichen. Fertig!

Dazu passen Butter und Erdbeermarmelade 🙂

 

Guinness Beef Stew

Ein feines, herzhaftes Gericht, wenn der Frühling noch ein wenig auf sich warten lässt – macht warm ums Herz 😉

Die Zutaten (für 4 Portionen):

  • 600g Rindfleisch (aus der Oberschale)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 150g braune Champignons
  • 100g Karotten
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Flasche Guinness (0,33 l)
  • 1/2 EL Zucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Butter (die aus der guten Weidemilch)
  • 2 EL Öl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/2 TL Thymian, getrocknet
  • 1 1/2 TL Petersilie, getrocknet
  • Salz und Pfeffer

Die Zwiebel würfeln, die Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden (oder hobeln). Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Das Fleisch schnetzeln, mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben und anschließend in einer Pfanne (am besten in mehreren kleinen Portionen) im Öl anbraten.

In einem Topf die Zwiebeln und die Karotten in ein wenig Öl andünsten. Tomatenmark im Topf leicht anrösten, dann angebratenes Fleisch, Senf, Kräuter und Zucker zugeben und mit Guinness auffüllen (vorher die Bratpfanne mit einem Schluck Bier ausschwenken – damit der Bratensatz nicht verloren geht). Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 2 Stunden schmoren lassen.

In der Pfanne die Butter schmelzen lassen. Die Champignons darin anbraten und am Ende der Garzeit zum Stew geben. Die Soße nach Geschmack noch ein wenig andicken.

Dazu wird in Irland Kartoffelbrei („Mashed Potatoes“) serviert.

Guinness-Cupcakes

 

St. Patrick’s Day nähert sich mit großen Schritten – und diese Cupcakes sollten auf der festlichen Tafel nicht fehlen 😉

Die Zutaten (ausreichend für 12 Stück):

  • 125 ml Guinness
  • 125 g Butter
  • 40 g Backkakao
  • 200 g Zucker
  • 75 g saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1 1/2 TL flüssiges Vanille-Aroma
  • 140 g Weizenmehl
  • 1 1/2 TL Natron

sowie für das Frosting

  • 150 g Frischkäse, Rahm- oder Doppelrahmstufe
  • 70 g Creme Double
  • 75 g Puderzucker

Guinness in einem Topf erhitzen (bitte nicht kochen!), die Butter darin schmelzen lassen. Ein wenig abkühlen lassen, dann in einen hohen und möglichst mit Spritzschutzdeckel (!!!) ausgestatteten Rührtopf geben (alternativ den Topf beim Rühren mit Zewa abdecken). Kakao und Zucker unterrühren.

In einer anderen Schüssel die saure Sahne, das Ei und das Vanillearoma mischen, zur dunklen Masse geben, kurz unterheben. Anschließend Mehl und Natron zufügen und gut durchrühren.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und den Teig verteilen. Bei 150°C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten backen.

Aus Frischkäse, Creme Double und Puderzucker das Frosting zaubern und auf die ausgekühlten Cupcakes verteilen. Eine Leckerei mit Suchtfaktor – HAPPY PADDY’S DAY 🙂