Hot Cross Buns

Die symbolträchtigen „Hot Cross Buns“ markieren das Ende der Fastenzeit und werden traditionell am Karfreitag gegessen. Das Kreuz steht für die Kreuzigung Jesu, die enthaltenen Gewürze symbolisieren die Kräuter und Öle, die zur Einbalsamierung des Leichnams verwendet wurden. Gruselig? Nein, sehr lecker 😉

Die Zutaten (für 10 Stück):

  • 450g Brotmehl (Type 812, alternativ 300g Weizenmehl + 150g Weizenvollkornmehl)
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL „Mixed Spice“ (alternativ Spekulatiusgewürz)
  • 75g kalte Butter
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 50g Zucker
  • 1 Ei, verquirlt
  • 275ml warme Milch
  • Abrieb einer Orange
  • 200g getrocknete Früchte (alternativ Rosinen)

Für das Kreuz:

  • 50g Weizenmehl
  • 5 EL Wasser
  • kleiner Gefrierbeutel

Und für den Glanz:

  • 2 EL Puderzucker
  • 2 EL Milch

Mehl, Salz und Gewürz in eine Schüssel geben und mischen. Die Butter mit der Mehlmischung verkneten, bis die Konsistenz ähnlich Paniermehl ist. Hefe, Zucker, Ei und Milch dazugeben und mit einem Löffel verrühren, bis ein weicher Teig entsteht.

Den Teig mit dem Mixer 5 Minuten auf mittlerer Stufe weiterkneten, bis der Teig geschmeidig ist (mit solider Handarbeit dauert es etwa doppelt so lange). Orangenschale und Rosinen in etwa einer Minute einarbeiten.

Jetzt den Teig ausrollen (dazu die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben, auch eine Backunterlage tut hier sehr gute Dienste) und in 10 gleich große Stücke teilen. Die Stücke nochmals kurz durchkneten, dann eine Kugel daraus rollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen.

Das Blech mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen der Teiglinge knapp verdoppelt hat (je nach Raumtemperatur dauert das etwa 1 Stunde). Mit einem spitzen Messer ein Kreuz in die Teiglinge ritzen.

Nun aus Mehl und Wasser einen einfachen Teig herstellen und in den Gefrierbeutel geben. Eine kleine Ecke abschneiden – fertig ist der Spritzbeutel. Jetzt ein dickes Kreuz auf die Teiglinge spritzen.

Ab in den vorgeheizten Ofen damit – bei 200° Celsius (Heißluft 180° C) für 25-30 Minuten, bis die Buns goldbraun sind.

In der Zwischenzeit aus Puderzucker und Milch die Glasur anrühren und mit einem Pinsel auf die heißen Buns streichen. Fertig!

Dazu passen Butter und Erdbeermarmelade 🙂

 

Fight like a Kilkenny Cat

There once were two cats of KilkennyMRXXRJ47PH
Each thought there was one cat too many
So they fought and they fit
And they scratched and they bit
Till (excepting their nails
And the tips of their tails)
Instead of two cats there weren’t any

Kilkenny Cat bezeichnet im irischen Volksmund einen hartnäckigen Kämpfer. Es lässt sich leider nicht mehr genau nachvollziehen, woher die Bezeichnung kommt.

Eine Vermutung, die älteste, beschreibt die „Monster Katze“ Banghaisgidheach, welche etwa 10km nördlich von Kilkenny in den Dunmore Caves hauste. Wobei „Katze“ nur sinnbildlich steht, wird sie doch häufig auch als Amazone bezeichnet. Die Dunmore Caves hatten seit langen einen zweifelhaften Ruf. Man sagt, das sei das Portal zum Land der Toten, andere behaupten die Höhle sei ein Treffpunkt für allerlei mystische Kreaturen und die Heimat von Luchtigern, König der Mäuse. Dieser hatte am Ende das nachsehen, wurde er von Banghaisgidheach getötet.
Diese These geht weit zurück und wird in dem Book of Leinster erstmalig erwähnt.

Eine weitere, lokal erzählte Geschichte, beschreibt Truppen des englisches Feldherrn Oliver Cromwell. Dessen Soldaten sollen die Schwänze von 2 Katzen miteinander verknotet und über eine Wäscheleine gehängt haben. Die Tiere kämpfen solange, bis sie sich gegenseitig töteten.

Die Kilkenny Cat musste im 19. Jahrhundert häufig für politische Botschaften herhalten.
So karikatierte der britische Autor Richard Doyle im Jahre 1846 einen Kilkenny Cat Fight mit dem UntertitelKilkenny_Cat_Fight_1864

„Oh, leave them alone,
They’ll fight to the bone,
And leave naught but their tails behind ‘em.“

Selbst die irische Punk-Rock-Gruppe „Pogues“ ließen sich durch die Kilkenny Cat inspirieren und widmeten ihr das instrumentale Lied „Wild Cats of Kilkenny“ 🙂

 

Guinness Beef Stew

Ein feines, herzhaftes Gericht, wenn der Frühling noch ein wenig auf sich warten lässt – macht warm ums Herz 😉

Die Zutaten (für 4 Portionen):

  • 600g Rindfleisch (aus der Oberschale)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 150g braune Champignons
  • 100g Karotten
  • 1 TL Senf, mittelscharf
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Flasche Guinness (0,33 l)
  • 1/2 EL Zucker
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Butter (die aus der guten Weidemilch)
  • 2 EL Öl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 1/2 TL Thymian, getrocknet
  • 1 1/2 TL Petersilie, getrocknet
  • Salz und Pfeffer

Die Zwiebel würfeln, die Karotten schälen und in dünne Scheiben schneiden (oder hobeln). Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Das Fleisch schnetzeln, mit Salz und Pfeffer würzen, mit Mehl bestäuben und anschließend in einer Pfanne (am besten in mehreren kleinen Portionen) im Öl anbraten.

In einem Topf die Zwiebeln und die Karotten in ein wenig Öl andünsten. Tomatenmark im Topf leicht anrösten, dann angebratenes Fleisch, Senf, Kräuter und Zucker zugeben und mit Guinness auffüllen (vorher die Bratpfanne mit einem Schluck Bier ausschwenken – damit der Bratensatz nicht verloren geht). Bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel etwa 2 Stunden schmoren lassen.

In der Pfanne die Butter schmelzen lassen. Die Champignons darin anbraten und am Ende der Garzeit zum Stew geben. Die Soße nach Geschmack noch ein wenig andicken.

Dazu wird in Irland Kartoffelbrei („Mashed Potatoes“) serviert.

The U2 Wall of Dublin

Etwas versteckt und ohne „richtige“ Adresse fanden wir eher zufällig in Dublin bei den Grand Canal Dock die U2 Wall of Dublin.
Dort verewigen sich schon seit mehreren Jahren Fans der irischen Rockband aus aller Welt auf der Wand.

Die Adresse, welche oft im Internet genannt wird, stimmt laut unseren Erfahrungen leider nicht mehr. In der Windmill Lane gibt es leider keine Graffitis mehr (zumindest haben wir in unserem Besuch keine Gefunden…)

Read more

Die Lösung für Regentage in Anne’s Lane, Dublin

Na so kann man auch Regentage ertragen ^^

 

Guinness-Cupcakes

 

St. Patrick’s Day nähert sich mit großen Schritten – und diese Cupcakes sollten auf der festlichen Tafel nicht fehlen 😉

Die Zutaten (ausreichend für 12 Stück):

  • 125 ml Guinness
  • 125 g Butter
  • 40 g Backkakao
  • 200 g Zucker
  • 75 g saure Sahne
  • 1 Ei
  • 1 1/2 TL flüssiges Vanille-Aroma
  • 140 g Weizenmehl
  • 1 1/2 TL Natron

sowie für das Frosting

  • 150 g Frischkäse, Rahm- oder Doppelrahmstufe
  • 70 g Creme Double
  • 75 g Puderzucker

Guinness in einem Topf erhitzen (bitte nicht kochen!), die Butter darin schmelzen lassen. Ein wenig abkühlen lassen, dann in einen hohen und möglichst mit Spritzschutzdeckel (!!!) ausgestatteten Rührtopf geben (alternativ den Topf beim Rühren mit Zewa abdecken). Kakao und Zucker unterrühren.

In einer anderen Schüssel die saure Sahne, das Ei und das Vanillearoma mischen, zur dunklen Masse geben, kurz unterheben. Anschließend Mehl und Natron zufügen und gut durchrühren.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken und den Teig verteilen. Bei 150°C Umluft im vorgeheizten Backofen ca. 20-25 Minuten backen.

Aus Frischkäse, Creme Double und Puderzucker das Frosting zaubern und auf die ausgekühlten Cupcakes verteilen. Eine Leckerei mit Suchtfaktor – HAPPY PADDY’S DAY 🙂

Die Kilbane Statue in Achill Island

IMGP2362Passend zur Niederlage von Conor McGregor gestern abend fällt mir doch noch die Statue ein, welche wir auf Achill Island gesehen haben.

Die Statue soll an den Federgewicht Weltmeister Johnny Kilbane erinnern. Er verteidigte seinen Titel stolze 11 Jahre, bis er von Eugene Criqui aus Frankreich geschlagen wurde. Das macht ihn zum der Boxer mit der zweit längsten Titelverteidigung in der Kategorie Federgewicht nach Joe Louis! Der aus Cleveland (Ohio, USA) stammende Kilbane starb im Alter von 68 im Jahre 1957. Aufgrund der Herkunft seiner Familie (Achill Island) widmete man ihm im Jahr 2012, 100 Jahre nach seinem erstem Titel, eine Statue gegenüber einer Boxschule auf Achill Island.